Herbstversammlung Sektion Nordwestschweiz vom 17.11.2018 in Olten.

Präsident Thomas Spichiger durfte 40 Anwesende begrüssen. Als Gäste auch dabei waren SEV-Präsident Giorgio Tuti und als Vertreter des Zentralausschusses Jan Weber, Memet Kaya und Hugo Ruoss. Schon zu Beginn mussten wir leider zweier Kollegen gedenken, die in der vergangenen Woche bei Arbeitsunfällen ihr Leben verloren hatten. Ansonsten war die Versammlung geprägt durch drei Themen: Der neue GAV, NORS und das SEV-Jubiläum.

Thomas Spichiger (links), Giorgio Tuti (rechts)

Im Rückblick durch Thomas Spichiger orientierte er über den sehr schwierigen Wechsel des Kassiers der Sektion, Tibor Ledergerber, an Jasim Sutter. Es war sogar ein Zirkularbeschluss nötig, damit die neue Kassierin ihr Amt übernehmen konnte. Ebenso kündigte Thomas seinen Rücktritt an. Die Belastungen neben seiner Stelle als Teamleiter Fahrleitung werden für ihn immer schwieriger zu bewältigen. Er danke allen für ihren Einsatz und Unterstützung im vergangenen Jahr, dass der GAV wie er zu Stande kam, ermöglicht wurde.

Memet Kaya als neues Mitglied vom ZA orientiert auch kurz über Neuerungen im neuen GAV. Um genauere Informationen zu erhalten empfiehlt er, diese an Info-Verstaltungen in neuen Jahr einzuholen. 

Im Referat von Giorgio Tuti gewährte er einen Einblick seiner Tätigkeiten, europaweit, mit den Auswirkungen auf die Schweiz und auch das Zustandekommen des GAV’s 2019. Anhand eines Unfalls in Deutschland zeigte er die Situation in Europa mit seinen offenen Grenzen auf. Die Spannweite seiner Betrachtungen zeigte die Unterschiede auf von den technischen Bedienungen, der Ausbildungen bis hin zu den Arbeitsbedienungen der beteiligten Staaten. Diese Situationen haben, auch wenn die Schweiz nicht in der EU vertreten ist, trotzdem Einfluss auf uns. Anfangs Jahr zu Beginn der GV-Verhandlungen waren die Positionen der beiden Verhandlungspartner noch weit voneinander entfernt. Handelsbeziehungen in Europa mussten als Gründe für geforderte Aufweichungen von Lohn- und Kündigungsschutz hinhalten.

Die Aktionen der SEV (z.B. die roten Ballone), aber auch das Sabbatical von Andreas Meier halfen, die Positionen des SEV zu untermauern und zu stärken. Wie zäh die Verhandlungen von statten gingen zeigt auch das Detail, dass es mit 9 Monaten bisher am längste dauerte, eine Einigung zu finden. Hinsichtlich des Jubiläums des SEV im 2019 stellte er den historischen Bezug her zum Landesstreik von 1918, bei dem Olten ja auch eine wichtige Rolle innehatte. Nicht von ungefähr wurde ein Jahr später der SEV gegründet. Schon vorher war man für die Eisenbahner aktiv, aber mit einem Verband war man eine Einheit und konnte so mit Stärke der SBB gegenübertreten. Mit einer Werbe-Lokomotive und dem Jubi-Bus wies er auf zwei Aktivitäten im 2019 des SEV hin. Zu einem 100-jährigen Bestehen darf nach seiner Meinung nach auch entsprechend gefeiert werden. Er ermutigt alle, zum aktiv an den Anlässen teilzunehmen. Als Schlusswort forderte er alle auf, immer für neuer Mitglieder besorgt zu sein. Nur eine gute verankerte Gewerkschaft kann in Verhandlungen auch etwas erreichen. Denn mit dem Austritt von Post und Swisscom aus dem Staatspersonalverband ist unsere Position nicht mehr so gewichtig wie früher.

Nach Dank durch Thomas Spichiger konnte der offizielle Teil geschlossen werden und beim gemeinsamen Mittagessen wurde noch viel untereinander diskutiert.

Thomas Spichiger

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